Fast 3000 Stunden mehr im Einsatz

DLRG sorgt an Eder-, Diemel- und Twistesee für Sicherheit

An den drei Stauseen ständig im Einsatz: Vertreter der Anrainerkommunen von Eder-, Diemel- und Twistesee dankten dem Team der DLRG für ihren Einsatz bei der Lebensrettung © Foto: Peter Fritschi

Waldeck – Bei der 24. Drei-Seen-Konferenz ist die Bilanz der geleisteten Einsatzstunden an Eder-, Diemel- und Twistesee durch Jochen Enders, dem Leiter der Wasserrettung am Edersee, vorgestellt worden. Eingeladen hatte die hessische DLRG in die Schulungsstätte Hessen-Nord in Waldeck am Edersee.
„Die ehrenamtlichen Helfer waren 44.017 Stunden im Einsatz. 41.246 waren es im Jahr 2023. Das ist eine Steigerung um 2771 Stunden“, zählte Enders auf. Zudem verwies der Leiter der Wasserrettung auf eine abgeschlossene Übung mit der Bundeswehr.
Die von Enders genannten Einsätze gliederten sich in folgende Schwerpunkte:
Kenterungen/Bergungen: Die DLRG führte 43 Einsätze zur Bergung von Personen nach Kenterungen durch. Die höchste Anzahl von Kenterungen – 28 – wurde im Fürstental verzeichnet, gefolgt von Waldeck mit neun Kenterungen. Rehbach verzeichnete sechs Kenterungen und der Twistesee eine.
Erste Hilfe: Die höchste Anzahl an Einsätzen wurde mit 41 Fällen in Rehbach verzeichnet, gefolgt vom Fürstental mit 28 Fällen, Waldeck mit 23 Fällen und schließlich Twistesee mit sechs Fällen.
Technische Hilfeleistungen: Im Hinblick auf die technische Hilfeleistung wurde diese 60-mal erbracht, wobei die Verteilung wie folgt aussieht: 29-mal in Waldeck, 23-mal im Fürstental, achtmal in Rehbach und sechsmal am Twistesee.
In der Statistik der DLRG wurden neun Rettungen aus Lebensgefahr in Waldeck sowie zwei Vorfälle im Fürstental dokumentiert. Am Twiste See kam es zu keinen Vorfällen.
„Der Edersee stellt ein Segelrevier von herausragender Qualität dar, dessen Befahrung jedoch mit gewissen Herausforderungen verbunden ist“, erklärte Enders. Das locke Regattasegler aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Die topologische Beschaffenheit des Edersees, gekennzeichnet durch seine Mäander, bedinge eine variable Windsituation. Die Hauptwindrichtung sowie die thermischen Windsysteme beeinflussen das Segeln und gestalten es nicht immer einfach. 19-mal wurden Hilfskräfte der DLRG von Seglern gefordert, davon siebenmal am Rehbach und zwölfmal am Fürstental.
Beim Neujahresschwimmen gab es 300 Teilnehmer und 1000 Zuschauer.Gerd Hartmann, 1. Beigeordneter der Gemeinde Edertal, betont: „Die DLRG-Stationen leisten durch ihre Helfer am See stets verlässliche Einsatzbereitschaft. Für uns ist es wichtig, dass die Gäste am See ein Sicherheitsgefühl bekommen.“ Er bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz. Er wünschte für 2025 einen hohen Wasserstand und möglichst wenig Unfälle.
Enders erläuterte in seinem Schlusswort noch die Funktion der Serviceplakette: Die Serviceplakette erfreue sich unter Seglern, Anglern und Tauchern großer Beliebtheit und verzeichnete eine steigende Nachfrage. 2024 wurden 505 Plaketten verkauft, was einer Steigerung von 32 gegenüber 2023 entspricht. In Notsituationen, wie bei Mast- und Schotbruch, Motorschaden oder Kenterung, ermöglicht die Plakette kostenlose Unterstützung. Der Preis der Plakette beträgt gleichbleibend 23 Euro.
2025 sind folgende Ereignisse geplant:
Vom 11. bis 12. Juni ist der Wassersprung der DSK Stadtallendorf. Es sind diverse Regatten der Segelclubs Edersee geplant. Am 14. Juni wird die Wachsaison eröffnet. Der Wasserrettungsdienst ist in der Zeit vom 28. Juni bis 24. August rund um die Uhr im Einsatz. Am 28. Juni findet der Waldecker Triathlon statt.
Von Anfang März bis Ende Oktober sind an der Station Waldeck Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vorgesehen, die von der DLRG, der Landespolizei, den überörtlichen Feuerwehren, weiteren BOS-Behörden und der Bundeswehr durchgeführt werden.
Im Jahr 2026 ist die Ersatzbeschaffung eines Motorrettungsbootes für die DLRG-Station Waldeck-Rehbach-Fürstental vorgesehen. Des Weiteren sind Renovierungsmaßnahmen der Rettungsstationen geplant. Darüber hinaus ist die Ersatzbeschaffung von Rettungsfahrzeugen für das Fürstental angedacht.
PETER FRITSCHI